Im folgenden Aufsatz werde ich mich eingehend mit der Nationalratswahl 08 beschäftigen. Ich möchte einige interessante Gedanken einfließen lassen, wie z.B. meinen persönlichen Eindruck vom Wahlkampf, Themen, denen mehr Gehör geschenkt werden sollte, aber auch Themen, die ich kritisiere, und eine Idee, um den Wahluninteressierten unter uns Politik schmackhafter und leicht verdaulicher zu machen. In den folgenden Absätzen werde ich mich der Reihe nach diesen vier Themen eingehender widmen und auch meine persönliche Meinung dazu abgeben.
Der Wahlkampf 08 wurde von den Parteien SPÖ, ÖVP, den Grünen, der FPÖ und dem BZÖ angeführt. Die Hauptaussage auf vielen Plakaten war auf die bisherige Koalition SPÖ-ÖVP bezogen, und die Parteien versuchten ihre Standpunkte als Neuanfang anzupreisen.
Die SPÖ vertraute auf ihre treuen Wähler und hielt sich mit Aufsehen erregenden Aussagen zurück, und auch bei der Wahl der Plakatgestaltung zogen sie schlichte Plakate vor. Im Gegensatz dazu stieß die rechtspopulistische FPÖ mit ihrem Wahlprogramm und ihren Plakaten, nämlich ihre Einstellung gegenüber Ausländern und ihrem verstärkten Patriotismus, nicht nur auf taube Ohren (Zum Thema Ausländerfeindlichkeit werde ich mich in einem der folgenden Absätze näher äußern.). Der Spitzenkandidat der FPÖ (HC Strache ) sorgte für genügend „schlechte“ Publicity, z.B. mit Aufsehen erregenden Fotos, die ihn mit Gewehren und in eindeutig rechtsradikalen Posen zeigten, was offensichtlich nicht gerade ein Schritt in die falsche Richtung war, denn die FPÖ konnte dieses Jahr sogar ein Platz auf dem Treppchen ergattern. Seine Plakate und Wahlprogramme sollten linksorientierte Wähler zum Umdenken animieren, seine rechtspopulistischen Anhänger bestätigen und neutrale Neuwähler (wie z.B. Jugendliche) auf seine Seite ziehen. Wie man am Wahlergebnis deutlich erkennen kann, ist ihr Konzept aufgegangen.
Das BZÖ vertrat im Wahlkampf die gleichen Interessen, Vorhaben und „Wahlzuckerl“, wie ihr großer Bruder die FPÖ. Sie setzen auf übertriebenen Patriotismus (z.B. „Deinetwegen. Österreich) und geben uns mit ihrer unterschwelligen Botschaft „mehr Sicherheit“ zu verstehen, dass sie sich zu den rechtsorientierten Parteien zählen, da sie jeden straffällig gewordenen Asylanten abschieben wollen.
Die Grünen versuchten Wähler zu gewinnen und die übrigen Parteien in den Schatten zu stellen, indem sie die bisherige Koalition SPÖ-ÖVP kritisierten (z.B. „genug gestritten“) und sich wählernah präsentierten. Doch bei den diesjährigen Nationalratswahlen konnten sie ihr Vorhaben nicht in die Tat umsetzen, liegen sie doch weit abgeschlagen sogar hinter der Splitterpartei BZÖ (Jörg Haider).
Obwohl die eher konservative ÖVP als Spitzenpartei gehandelt wird, haben sie dieses Jahr trotzdem einige Wählerstimmen verloren und aufgrund ihres Wahlprogramms nicht viele Jungwähler angesprochen. Trotzdem holte sich die Volkspartei die Silbermedaille der diesjährigen Nationalratswahl.
In diesem Absatz komme ich nun zu Themen, denen mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Jede Partei verharrte im Wahlkampf meist auf wenigen Themen, insbesondere Themen, die auf Jugendliche ansprechend wirken sollen. Die SPÖ setzte auf die Halbierung der Mehrwertssteuer, die ÖVP auf strengere eine Justiz und Pensionserhöhung. Die rechtsorientierten Parteien FPÖ und die Splitterpartei BZÖ setzten auf verstärkten Patriotismus und Ausländerfeindlichkeit und die Grünen schenkten dem Umweltschutz ihr Hauptaugenmerk.
Meiner Meinung nach hätten diese fünf Parteien auch ihre anderen, sicherlich auch ansprechenden Programmpunkte näher erläutern sollen.
Für mich sind vor allem die Themen Umweltschutz und Bildung von großer Bedeutung. Umweltschutz insofern, da wir für kommende Generationen eine lebenswerte Welt sichern sollten und es mich als Jugendlicher auch anspricht, da ich in 50 Jahren nicht nur noch mit einer Sauerstoffmaske auf die Straße gehen möchte, weil die Luft derartig durch Abgase und sonstige Schadstoffe verpestet ist.
Das Thema Bildung hat bei mir auch einen sehr großen Stellenwert, besonders auf die Studiengebühren und alles rund um das Studium selbst bezogen. Obwohl die Studiengebühren noch vor der Wahl abgeschafft worden sind, glaube ich nicht wirklich, dass dies in Zukunft weiterhin so bleiben wird. Wahrscheinlicher ist es, dass dieser Schritt in Richtung fairere Bildungschancen eher ein „Wahlzuckerl“ war und in nächster Zeit wieder rückgängig gemacht wird. Doch das hoffe ich nicht, denn jeder hat ein Recht auf Bildung, ob derjenige Geld hat oder nicht.
Meiner Meinung nach wäre es wichtig, dass die einzelnen Parteien im Wahlkampf noch erläutern sollten, wie sie ihre Programmpunkte in die Tat umsetzen möchten. Denn es ist sicherlich hilfreich, abschätzen zu können, welches Wahlzuckerl in nächster Zukunft als realistisch umsetzbar gilt oder nur dem Zweck dient, möglichst viele gutgläubige Wähler zu gewinnen.
Eine Kritik möchte ich am Wahlprogramm der Freiheitlichen Partei Österreich anbringen. Ihre rechtspopulistischen Aussagen gegenüber AusländerInnen und AsylantenInnen schockieren viele, wie auch mich. Was mich jedoch sehr wundert, ist, dass die Öffentlichkeit den Rechtspopulismus der FPÖ und BZÖ so akzeptierte, wie sie ihn in ihrem erbitterten Wahlkampf publik gemacht haben.
Die FPÖ scheut sich nicht vor abwertenden, rassistischen Äußerungen, verwendet dubiose Slogans auf ihren Plakaten und verhält sich menschenverachtend gegenüber „Nicht-ÖsterreicherInnen“. Obwohl ich auch nicht dafür bin, jeden Asylantrag zu bewilligen, sollte man politischen Flüchtlingen zumindest die Chance auf ein Leben in Sicherheit und mit Lebensqualität geben.
Mit ihren rassistischen Aussagen befinden sich Strache und seine Anhänger meiner Meinung nach gerade noch an der Grenze zum extremen Rechtspopulismus. Dennoch schnitt die Freiheitliche Partei im Wahlkampf prozentuell sehr gut ab. Doch ich glaube oder hoffe, dass die FPÖ-Wähler, insbesondere die Jungwähler, sich allzu sehr von seinen Aussagen leiten haben lassen, und seine wahren Absichten nicht ganz begriffen haben.
Da die rechtsorientierte Partei FPÖ sich in den Medien, auf ihren Plakaten und ihrer Wahlwerbung hauptsächlich auf diesen Punkt, nämlich auf „Ausländer raus“, beschränkt haben, und mir sonst fast überhaupt keine anderen Programmpunkte zu ihnen einfallen, haben sie meine größte Kritik am Wahlkampf verdient.
Wahlmüdigkeit und politisches Desinteresse? Die Parteien hofften durch die Senkung des Wahlalters auf eine neue Zielgruppe, die sie auf ihre Seite ziehen können, doch die Mehrheit der Jugendlichen blieben am Wahlsonntag lieber zu Hause. Obwohl in der Schule wochenlang besprochen, diskutiert und recherchiert wurde, gehört Politik noch immer nicht zu den Interessen der Jugendlichen. Den meisten Jugendlichen ist gar nicht bewusst, was ihre einzelne Stimme alles verändern kann- im guten und im schlechten Sinn- denn jede Stimme zählt! Ihnen scheint die Welt der Politik zu abstrus und kompliziert, als dass man sich schon damit beschäftigen müsste. Ein gutes Beispiel stellt die Wahlkabine auf einer Webseite dar. Sie ist eine öffentliche Homepage, die Wahlunsicheren durch Standardfragen ihre Interessen erforscht und ihnen dann die passende Partei vorschlägt.
Die Parteien sind zwar bemüht, auch Jugendliche dazu zu motivieren, sich für Österreich einzusetzen, doch dieser Plan ist schwer umzusetzen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich die Politiker noch nicht gänzlich auf jugendliche Interessen eingestellt haben.
Damit Parteien auch auf Jungwähler attraktiv und ansprechend wirken, sollten diese sich auch auf Themen konzentrieren, die Jugendliche für wichtig halten, wie zum Beispiel eine gesicherte Lehrstelle, ein Anspruch auf eine weiterführende Schule, ein besseres öffentliches Verkehrsnetz oder auch ein gesichertes Einkommen, speziell für Lehrlinge und Praktikanten.
Denn welcher 16-Jährige entscheidet sich für eine Partei, deren größtes Anliegen die Pensionserhöhung ist?
Zum Schluss möchte ich noch betonen, dass ich das herabgesetzte Wahlalter trotzdem als gute Idee empfinde, da man sich so früh wie möglich mit Politik beschäftigen sollte. Nicht nur passiv wie z.B. in der Schule, sondern auch aktiv wie dieses Jahr, als zum ersten Mal auch 16 und 17-jährige zum Ergebnis der Nationalratswahl beitragen durften.
Noch kurz zur Wahl im Allgemeinen: Die einen Parteien setzten auf Zurückhaltung, wogegen andere Parteien „schockierten“ und Aufsehen erregten und trotzdem punkteten. Dazu möchte ich noch sagen, dass ich es als beängstigend empfinde, dass die Mehrheit der BürgerInnen solche rechtsorientierten Ansichten als „gottgegeben“ akzeptieren und dass nicht gezielt gegen solche Patrioten im negativen Sinne protestiert wird.
Damit sich Parteien für kommende Wahlen auch einige Jungwählerstimmen sichern, sollten sie im Wahlkampf verstärkt auch auf deren Interessen eingehen. Und damit das politische Interesse geweckt und die Wahlmüdigkeit vertrieben wird, sollte Politik auch für Wähler, die keine Zeit oder Lust für Recherchen haben, verständlicher und wählernah sein.
Freitag, 31. Oktober 2008
Montag, 2. Juni 2008
Abend
Das Sonett ,,Abend“ wurde von Andreas Gryphius (1616-1646) in der Barock-Epoche verfasst. Es beschäftigt sich mit dem Motiv Memento-mori (= Gedenke des Todes). Im Folgenden werde ich auf die einzelnen Merkmale und auf die Details näher eingehen.
Dieses Gedicht besteht aus 2 Quartetten und 2 Terzetten, die auf dem typischen Metrum, dem Alexandriner (ein sechs-hebiger Jambus), aufgebaut sind. Der Rhythmus ist regelmäßig und die erste und zweite Strophe folgen dem Reimschema abba, die dritte und vierte Strophe bestehen aus dem Reimschema ccd bzw. eed. Die männlichen und weiblichen Kadenzen treten wie folgt auf : mwwm mwwm wwm wwm.
Sprachlich auffällig ist vor allem das Enjabement, das oft vorkommt, die Imperative und die Metaphern.
Die ersten beiden Verszeilen der ersten Strophe versinnbildlichen den Einbruch der Nacht, der mit einer Metapher dargestellt wird. Der Einbruch der Dunkelheit wird mit dem Bild ,,die Nacht schwingt ihre Fahn“ verdeutlicht. Auch ,, und führt die Sterne auf“ ist eine Metapher, die die Dämmerung bildlicher darstellt.
Die zweite Strophe beinhaltet in nahezu jeder Verszeile eine Metapher. Angefangen bei der ersten Zeile wird ,,der Port“ als Himmelspforte dargestellt, wo ,,gleich wie dieses Licht verfiel ich und du und alles was man hat und sieht, hinfahren“. Das bedeutet, dass jeder, wenn er stirbt, zu diesem Ort hinkommt. In der letzten Verszeile wird das Leben mit einer Rennbahn verglichen, was heißen soll, dass das Leben sehr schnell vorbei ist.
In der dritten Strophe werden viele Imperative, die als Rufe zu Gott dienen, verwendet. Bei der ersten und zweiten Verszeile wird außerdem eine Anapher verwendet (Laß, hächster Gott, … Laß mich nicht Ach) Dadurch wird das ,,Laß“ leicht betont, obwohl es nach dem Metrum eigentlich unbetont gehört. In der zweiten Verszeile wird ein Klimax (Ach, Pracht/ Lust, Angst) verwendet.
In der vierten und letzten Strophe wird das Sterben mit einer Periphrase umschrieben (,, wenn der müde Leib entschläft“) und die Seele wird personifiziert Es ist wieder ein Enjabement zu finden, nämlich von der zweiten in die dritte Verszeile. In der zweiten Zeile wird der Tod oder das Sterben wieder im Zusammenhang mit einer Periphrase verwendet (,, und wenn der letzte Tag wird mit mir Abend machen“) Die zweite und die dritte Zeile aus dem zweiten Quartett werden durch ein Enjabement miteinander verbunden. Die Schlusszeile beinhaltet einen Imperativ und dient als indirekter Ruf an Gott (,, so, reiß mich aus dem Tal der Finsternis zu dir“)
Das Gedicht würde sicher noch in unsere Zeit passen. Der Anfangssatz ,, der schnelle Tag…“, diese ersten drei Worte, spiegeln schon mal einen großen Teil des modernen Alltags wieder, man lebt zu schnell. Die Leute früher hatten nicht so sehr Angst vor dem Tod, sonder davor, was sie nach dem Tod erwartet. Das zeigen die Bitten und Rufe im Gedicht (,,Laß, höchster Gott“). Wir haben nicht so sehr Angst, was nach dem Tod auf uns wartet, sonder was kurz vor dem Tod ist, nämlich das Altern.
Zum Schluss möchte ich noch einmal zusammenfassen, wodurch sich dieses Gedicht auszeichnet. Der Imperativ, wird als Ruf an Gott verwendet, die Metaphern werden hauptsächlich in den beiden Quartetten verwendet. (= um den Einbruch der Nacht zu versinnbildlichen) Die einzelnen Verszeilen der Quartette werden durch Enjabements geschickt miteinander verbunden.
Dieses Gedicht besteht aus 2 Quartetten und 2 Terzetten, die auf dem typischen Metrum, dem Alexandriner (ein sechs-hebiger Jambus), aufgebaut sind. Der Rhythmus ist regelmäßig und die erste und zweite Strophe folgen dem Reimschema abba, die dritte und vierte Strophe bestehen aus dem Reimschema ccd bzw. eed. Die männlichen und weiblichen Kadenzen treten wie folgt auf : mwwm mwwm wwm wwm.
Sprachlich auffällig ist vor allem das Enjabement, das oft vorkommt, die Imperative und die Metaphern.
Die ersten beiden Verszeilen der ersten Strophe versinnbildlichen den Einbruch der Nacht, der mit einer Metapher dargestellt wird. Der Einbruch der Dunkelheit wird mit dem Bild ,,die Nacht schwingt ihre Fahn“ verdeutlicht. Auch ,, und führt die Sterne auf“ ist eine Metapher, die die Dämmerung bildlicher darstellt.
Die zweite Strophe beinhaltet in nahezu jeder Verszeile eine Metapher. Angefangen bei der ersten Zeile wird ,,der Port“ als Himmelspforte dargestellt, wo ,,gleich wie dieses Licht verfiel ich und du und alles was man hat und sieht, hinfahren“. Das bedeutet, dass jeder, wenn er stirbt, zu diesem Ort hinkommt. In der letzten Verszeile wird das Leben mit einer Rennbahn verglichen, was heißen soll, dass das Leben sehr schnell vorbei ist.
In der dritten Strophe werden viele Imperative, die als Rufe zu Gott dienen, verwendet. Bei der ersten und zweiten Verszeile wird außerdem eine Anapher verwendet (Laß, hächster Gott, … Laß mich nicht Ach) Dadurch wird das ,,Laß“ leicht betont, obwohl es nach dem Metrum eigentlich unbetont gehört. In der zweiten Verszeile wird ein Klimax (Ach, Pracht/ Lust, Angst) verwendet.
In der vierten und letzten Strophe wird das Sterben mit einer Periphrase umschrieben (,, wenn der müde Leib entschläft“) und die Seele wird personifiziert Es ist wieder ein Enjabement zu finden, nämlich von der zweiten in die dritte Verszeile. In der zweiten Zeile wird der Tod oder das Sterben wieder im Zusammenhang mit einer Periphrase verwendet (,, und wenn der letzte Tag wird mit mir Abend machen“) Die zweite und die dritte Zeile aus dem zweiten Quartett werden durch ein Enjabement miteinander verbunden. Die Schlusszeile beinhaltet einen Imperativ und dient als indirekter Ruf an Gott (,, so, reiß mich aus dem Tal der Finsternis zu dir“)
Das Gedicht würde sicher noch in unsere Zeit passen. Der Anfangssatz ,, der schnelle Tag…“, diese ersten drei Worte, spiegeln schon mal einen großen Teil des modernen Alltags wieder, man lebt zu schnell. Die Leute früher hatten nicht so sehr Angst vor dem Tod, sonder davor, was sie nach dem Tod erwartet. Das zeigen die Bitten und Rufe im Gedicht (,,Laß, höchster Gott“). Wir haben nicht so sehr Angst, was nach dem Tod auf uns wartet, sonder was kurz vor dem Tod ist, nämlich das Altern.
Zum Schluss möchte ich noch einmal zusammenfassen, wodurch sich dieses Gedicht auszeichnet. Der Imperativ, wird als Ruf an Gott verwendet, die Metaphern werden hauptsächlich in den beiden Quartetten verwendet. (= um den Einbruch der Nacht zu versinnbildlichen) Die einzelnen Verszeilen der Quartette werden durch Enjabements geschickt miteinander verbunden.
Samstag, 24. November 2007
Was tun gegen Komasaufen?
Die Bundesdrogenbeauftragte Bätzing stellte die jüngste ,,Sauf-Statistik" vor- und plädierte wie die Familienministerin von der Leyen für staatliche Testkäufer.,,Vor zehn Jahren waren die Themen ,,Heroin und die Kinder vom Bahnhof Zoo", aktuell gehe es um die Sauferei", so der Psychiater Oliver Bilke. Die Effekte von Flatrate-Partys, Komasaufen und Gewohnheitstrinkerei unter Jugendlichen kann Bilke jeden Tag in seiner Klinik verfolgen. Immer mehr 15- bis 16-jährige werden eingeliefert, weil sie chronisch alkoholabhängig sind. ,,Die Tendenz geht zu Drogen, die sich gut in das Leben von Jugendlichen integrieren lassen", sagt Bilke. Will heißen: Heroin wirkt of abschreckend, weil es Jugendliche oft zu Drop-Outs macht. Alkohol hat dieses Abschreckungspotenzial nicht. Die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) sprach sich auf der Pressekonferenz kurz vor der Tagung für den umstrittenen Vorschlag von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) aus, Jugendliche verstärkt als Testkäufer einzusetzen. Sie sollen herausfinden, ob sich Gastwirte, Supermärkte und Trinkhallen an den Jugendschutz halten, allerdings nannte sie auch Bedingungen: Die Testkäufer müssen mindestens 16 Jahre alt sein, außerdem gut geschult und von einer Behörde betreut. Fazit: Bisherige Einsätze von Testkäufer seien erfolgreich gewesen, insbesondere dann "wenn die lokale Presse darüber berichtet". Schließlich will sich kein Unternehmer öffentlich den Vorwurf machen lassen, er versorge Kids mit harten Getränken. Einige Statistiken zum Alkoholkonsum von Jugendlichen: Ein Prozent der 11-jährigen greift einmal pro Woche zu Flasche. Unter den Pubertierenden kippt sich ein Viertel mindestens ein Mal pro Monat richtig zu. Mädchen, die sie laut Statistiken in früheren Jahren eher zurückgehalten haben, betanken sich inzwischen häufiger.Bätzing hält nichts von einem kompletten Alkoholverbot für Jugendliche. ,,Sie müssen lernen, mit Alkohol maßvoll und verantwortlich umzugehen", sagte sie.Dabei spielen Eltern und Erwachsene im Umfeld der Teenager nach Bätzings Einschätzung eine zentrale Rolle: Sie würden vorleben, ob und wann "man" trinke, der Nachwuchs ahme es nach. Derzeit liege Deutschland hinsichtlich des Alkoholkonsums von Jugendlichen im "oberen Drittel" der europäischen Länder.Die Rechnung dafür zahlt die Gesellschaft. Nach Bätzings Angaben nimmt der Staat zwar 3,3 Mrd Euro über die diversen Alkoholsteuern ein, aber die volkswirtschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums bedingt durch Autounfälle, Krankheiten etc. - liegen weit höher nämlich bei 19 Mrd Euro.Alkohol ist offenbar nur für die Produzenten ein gutes Geschäft.
Zum Vorschlag von Familienministerin Ursula von der Leyen bezüglich Testkäufern: Dass die Testkäufer mindestens 16 Jahre alt sein müssen, verwundert mich stark. Meiner Meinung sollte man höchstens 16-jährige als Testkäufer einsetzen, da man bis zu 40%igen Alkohol schon mit 16 legal kaufen und konsumieren darf. Ich persönlich fände es besser, wenn sie 13 bis 15-jährige einsetzen würden. Weiters sollten jene Verkäufer, welche ,,harten Alkohol" an unter 16- oder 18-jährige verkaufen, ohne einen Lichtbildausweis oder sonst einen Ausweis zu verlangen, angezeigt werden und mit einer hohen Geldstrafe belangt werden.
Meiner Meinung nach kann man gegen den Alkoholkonsum Jugendlicher mit Verboten und Strafen alleine nicht viel ausrichten.Drogenberatungstellen und Plakate sollten den Jugendlichen vor Augen führen was dieses regelmäßige ,,Besaufen" mit ihren Körpern besonders aber in ihrem Hirn anrichtet. Man sollte ihnen veranschaulichen, dass Alkohol dem Körper, genauso wie alle anderen Drogen auch, mit der Zeit schadet. Alkoholismus entwickelt sich schleichend, aus dem anfänglichen ,,Bock aufs Saufen" wird langsam aber kontinuierlich zu einer unkontrollierbaren Sucht. Alkoholiker bleibt man ein Leben lang, egal ob trocken oder nicht. Am besten fängt man erst gar nicht an regelmäßig zu trinken. Alkohol sollte man (und frau) nur in Maßen genießen.
Zum Vorschlag von Familienministerin Ursula von der Leyen bezüglich Testkäufern: Dass die Testkäufer mindestens 16 Jahre alt sein müssen, verwundert mich stark. Meiner Meinung sollte man höchstens 16-jährige als Testkäufer einsetzen, da man bis zu 40%igen Alkohol schon mit 16 legal kaufen und konsumieren darf. Ich persönlich fände es besser, wenn sie 13 bis 15-jährige einsetzen würden. Weiters sollten jene Verkäufer, welche ,,harten Alkohol" an unter 16- oder 18-jährige verkaufen, ohne einen Lichtbildausweis oder sonst einen Ausweis zu verlangen, angezeigt werden und mit einer hohen Geldstrafe belangt werden.
Meiner Meinung nach kann man gegen den Alkoholkonsum Jugendlicher mit Verboten und Strafen alleine nicht viel ausrichten.Drogenberatungstellen und Plakate sollten den Jugendlichen vor Augen führen was dieses regelmäßige ,,Besaufen" mit ihren Körpern besonders aber in ihrem Hirn anrichtet. Man sollte ihnen veranschaulichen, dass Alkohol dem Körper, genauso wie alle anderen Drogen auch, mit der Zeit schadet. Alkoholismus entwickelt sich schleichend, aus dem anfänglichen ,,Bock aufs Saufen" wird langsam aber kontinuierlich zu einer unkontrollierbaren Sucht. Alkoholiker bleibt man ein Leben lang, egal ob trocken oder nicht. Am besten fängt man erst gar nicht an regelmäßig zu trinken. Alkohol sollte man (und frau) nur in Maßen genießen.
Sonntag, 11. November 2007
"Menschenkenntnis"
,, Once in a life…“, mein i-Pod spielt gerade die letzten Takte meines Lieblingsliedes, als ich mich im Bus neben diesen eigenartigen Mann setze. Ich mustere ihn eingehend, doch als er meine neugierigen Blicke bemerkt, drehe ich mich weg. Mir ist aufgefallen, dass er sichtlich zusammenzuckt, als ich ihn kurz unabsichtlich beim Versuch meinen i-Pod in meiner Schultasche zu verräumen, streife. Er sitzt zusammengekauert neben mir, und ich traue mich fast zu behaupten, dass es ihm ziemlich unangenehm ist, so nah neben einem fremden Menschen zu sitzen. Er blickt steif auf seine Hände, mit denen er nervös spielt. Seine Frisur sieht aus als, ob kein Haar dort wäre, wo es nicht sein sollte. Sein Alter ist schwer zu schätzen. Nach dem äußeren Erscheinungsbild scheint er schon fast pedantisch zu sein, und seine Körperhaltung offenbart sein womöglich fehlendes Selbstvertrauen. Auch seine Fingernägel, welche ziemlich abgeknabbert wirken, lassen mich darauf schließen, dass er wahrscheinlich sehr oft sehr nervös ist. Doch man soll doch keine Vorurteile haben. Vielleicht ist er in Wirklichkeit, ein vor Selbstbewusstsein strotzender Mann, und kein armer Junge, wie es mir gerade scheint. Nach drei weiteren Stationen drückt er vorsichtig den Halteknopf, sowieso wundere ich mich, dass bei dieser bedachten Aktion das Schild mit der Aufschrift ,,Wagen hält“ überhaupt rot aufblinkt. Doch der Bus ist so voll, dass der Mann keinen Platz zum Aufstehen findet und einfach mit einem leisen Seufzer die ganze Situation hinnimmt. Doch das wundert mich ehrlich gesagt nicht.
Sonntag, 17. Juni 2007
Selbstvorwürfe
,,Wie konnte das nur passieren? Warum hab' ich denn all die Zeit nicht gemerkt", fragte sich die Mutter immer und immer wieder. Unruhig lief sie im Zimmer auf und ab, die Tränen rannen ihr in dicken Tropfen über das gerötete Gesicht. Was bin ich denn nur für eine Mutter, die die wachsenden Depressionen ihres Sprösslings nicht erkennt und somit sein Leben mitgefährdet? Selbstvorwürfe überkamen sie, ließen sie fast ohnmächtig werden, ließen sie am ganzen Leibe zittern. Draußen vor dem Fenster heulten Sirenen, lenkten die Mutter kurz von ihrem Elend ab. Sie lief zum Fenster, um nachzusehen wohin die Rettungswägen fuhren. Was war da passiert? Etwa das gleiche das mit meinem Sohn geschah? Nein, Gott konnte und durfte so etwas Schreckliches nicht schon wieder zulassen... Gedanken an den Tod, ihren eigenen, raubten der Mutter fast den Verstand. Sie war müde, müde vom Denken, müde vom Weinen.
Sie wollte schlafen, den ewigen Schlaf, doch sie war zu aufgewühlt, um zur Ruhe zu kommen.
Gedanken an ein Leben nach dem Tod, in dem sie sicher ihren über alles geliebten Sohn wiedersehen würde, Gedanken daran, ob ihre Familie mit ihrem Tod, ihrem Selbstmord, zurechtkommen würde, vor allem ihr schwerst alkoholkranker Mann, der die Familie so oder so nicht mehr ernähren kann.
Ach, ich kann nicht mehr darüber nachdenken, was ich den anderen damit antun werde, ich kann nicht mehr..
Am nächsten Morgen stand in dicken Lettern auf der Titelseite der Tageszeitung:,, Mutter des Toten Thomas N. heute Morgen tot aufgefunden- die Polizei vermutet Selbstmord"..
Sie wollte schlafen, den ewigen Schlaf, doch sie war zu aufgewühlt, um zur Ruhe zu kommen.
Gedanken an ein Leben nach dem Tod, in dem sie sicher ihren über alles geliebten Sohn wiedersehen würde, Gedanken daran, ob ihre Familie mit ihrem Tod, ihrem Selbstmord, zurechtkommen würde, vor allem ihr schwerst alkoholkranker Mann, der die Familie so oder so nicht mehr ernähren kann.
Ach, ich kann nicht mehr darüber nachdenken, was ich den anderen damit antun werde, ich kann nicht mehr..
Am nächsten Morgen stand in dicken Lettern auf der Titelseite der Tageszeitung:,, Mutter des Toten Thomas N. heute Morgen tot aufgefunden- die Polizei vermutet Selbstmord"..
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